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Amazon Dynamische Gebote – funktionierende KI oder nicht?

Sieht schon gut aus, aber hält es, was es verspricht?

Künstliche Intelligenz spielt insbesondere im Online-Marketing eine starke Rolle. Wir wisssen, das Google ROAS Shopping Kampagnen schwer durch manuelle eingestellte Kampagnen zu schlagen sind. Zu umfangreich liegt die wichtigste Zutat für erfolgreiche KI-Lösung vor: Daten. Besonders erfolgreich ist derjenige, der denn über ausreichend Impressions und Klicks für seine Keywords oder Keyword-Kombinationen verfügt. Auch Amazon versucht in dem stark umkämpften Werbemarkt weitere Schritte für eine bessere automatische Aussteuerung der Werbekampagnen zu beschreiten.

Es lohnt sich also einen Blick auf die dynamsichen Gebotsstrategien von Amazon zu werfen. Amazon erlaubt unterhalb der Kampagneneinstellungen Dynamische Gebotseinstellungen vorzunehmen. Neben der Einstellung „Festes Gebot“ sind die Einstellungen „Dynamische Gebote – nur senken“ und „Dynamische Gebote – erhöhen und senken“ möglich. Amazon passt aufgrund dieser Einstellungen nach eigener Aussage auf Basis von Wahrscheinlichkeiten die Klickpreise an. Weitere Hintergrundinformationen werden nicht zur Verfügung gestellt. Die Einstellung sieht zunächst vielversprechend aus und Umstellungen der Kampagnen sind schnell vollzogen.

Letztlich fehlt aber eine Orientierung an einem Verhältnis zwischen Werbeausgaben und Umsatz. Google bezeichnet diesen Wert als ROAS (Return on Advertising Spending) und Amazon als ACOS (Akquisition Cost of Sale). Google Kampagnen können auf Basis dieses Wertes ausgesteuert werden. Bei Amazon fehlt aktuell noch diese Möglichkeit. Problem bei Amazon ist dabei zusätzlich die starke Verteuerung von Klickpreisen aufgrund der zunehmenden Wettbewerbssituation in jüngster Zeit.

Und hier ist jetzt besondere Vorsicht geboten. Die Amazon Einstellung „Dynamische Gebote – erhöhen und senken“ verteuert die Gebotsabgabe und die Klickpreise sofort erheblich und eine Feinjustierung ist entsprechend schwierig. Die meisten Versuche scheitern daher auch aus diesem Grunde und es wird häufig frustriert diese Einstellung wieder zurück genommen. Dennoch bleibt der Weg der einzige Richtige und der KI-Ansatz muss jetzt seitens Amazon verbessert werden. Im Moment ist aber diese KI-Lösung nicht einsatzbereit bzw. muss jetzt weiter fortentwickelt werden.

Und dennoch hier ein kleiner Tip. Ausprobieren könnt Ihr – insbesondere bei vielen Produkten im Angebot bei Amazon – Automatikkampagnen mit einem sehr niedrigen Gebot und der Einstellung „Dynamische Gebote – erhöhen und senken“ zu starten. Hier werden insbesondere Platzierungen unterhalb der Artikeldetails (Produkt-Seiten Platzierung) erreicht. Innerhalb der originären Suche können über diesen Weg nur Nischen besetzt werden. Aber gerade diese dann günstigen Platzierungen im Bereich der Artikeldetails können je nach Produktportfolio außerordentlich erfolgreich sein. Hier funktioniert die KI bereits. Am besten testen.

Fazit: Noch ist der KI-Ansatz im Rahmen für dynamische Gebote bei Amazon schwach und nur begrenzt einsetzbar. Wir gehen allerdings davon aus, das Amazon hier bald nachrüsten wird. Eine Entwicklung einer eigenen hausinternen KI oder der Einsatz eines Drittanbieter-Tools klingt zunächst attraktiv und vielversprechend, aber auf den zweiten Blick, macht dies keinen Sinn. Amazon verfügt einfach über mehr Daten und das entscheidet im Verlauf über Erfolg und Misserfolg.

Manuelle Einflussnahmen (oder Drittanbieter Tools) sind aktuell noch notwendig und es gibt auch bereits mehrere Studien und Handlungsempfehlungen zu diesem Thema. Dies kann aber nur ein Übergang aus unserer Sicht sein. Wir setzen daher darauf, dass Amazon vergleichbar, wie Google, hier nachziehen wird. Gebotsstrategien haben zukünftig nur unter konsequentem Einsatz einer KI eine Chance. Wir bleiben hier am Ball und werden über die Entwicklungen bei Amazon berichten.



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